Zeppelin schreibt Geschichte: gestern – heute – morgen!
Vor über 100 Jahren erfüllte sich Graf Zeppelin seinen Traum vom Fliegen – mit Mut, Vision und technischem Erfindergeist. Diese Pionierleistung hat nicht nur die Luftfahrt, sondern auch die Stadt Friedrichshafen und ihre Region geprägt.
Um dieses Erbe lebendig zu halten, wurde 1982 der Freundeskreis zur Förderung des Zeppelin Museums e.V. gegründet. Seitdem setzen wir uns dafür ein, das Zeppelin Museum zu stärken, Geschichte erfahrbar zu machen und Zukunft zu gestalten.
Förderung – Engagement für Bildung und Vermittlung
Als Förderverein unterstützen wir das Zeppelin Museum in vielfältiger Weise: Wir beschaffen Exponate für die Zeppelin-Sammlung und fördern Ausstellungen, Projekte und Vermittlungsangebote. Unser Ziel ist es, Wissen und Begeisterung für Technik und Geschichte weiterzugeben – an Menschen jeden Alters.
So helfen wir mit, dass das Zeppelin Museum ein lebendiger Ort der Begegnung, des Lernens und des Staunens bleibt.
Escape Room: „Die Jagd nach den Zeppelin-Plänen“
Im Escape Room des Zeppelin Museums wird Geschichte zum Abenteuer: Tauchen Sie ein in das historische Arbeitszimmer von Graf Zeppelin, entdecken Sie verborgene Hinweise und entschlüsseln Sie die Geheimnisse seiner legendären Luftschiff-Entwürfe. Ein spannendes Erlebnis für Gruppen, Familien und Freunde – mit Nervenkitzel bis zur letzten Minute.
Mehr dazu auf der Website des Zeppelin Museums.
Der Freundeskreis zur Förderung des Zeppelin Museums e.V. hat diesen Erlebnisraum mit einer finanziellen Förderung ermöglicht.
Exponate – Geschichte zum Anfassen
Ein besonderer Schwerpunkt unseres Engagements liegt auf der Beschaffung historisch bedeutender Exponate. Viele faszinierende Stücke der Zeppelin-Sammlung konnten durch den Freundeskreis erworben werden. Jedes neue Exponat erzählt eine eigene Geschichte – von technischer Innovation, menschlichem Wagemut und der Faszination des Fliegens. Mit Ihrer Unterstützung sorgen wir dafür, dass diese Geschichten bewahrt und erlebbar bleiben.
Unsere Highlights
Maybach DS 8 Zeppelin, Baujahr 1938
Hersteller: Maybach Motorenbau GmbH, Friedrichshafen (Chassis),
Hermann Spohn Karosseriebau, Ravensburg (Karosserie)
Der Maybach Zeppelin steht als Exponat im Zeppelin Museum als Beispiel für die technologische Breite des Zeppelin-Konzerns und die Reisekultur der 1930er Jahre. Die Maybach Motorenbau GmbH unter der Leitung von Karl Maybach konstruierte die Motoren für die Zeppelin-Luftschiffe von LZ 9 (1911) bis LZ 127 Graf Zeppelin (1928). Nach dem Ersten Weltkrieg spezialisierte sich Maybach zusätzlich auf Benzinmotoren für die Straße und Dieselmotoren für die Schiene. In Maybachs Automobilmotoren steckte die im Luftschiffbetrieb unter Extrembedingungen erprobte Technik. Den Bau von Automobilen begann die Maybach-Motorenbau GmbH 1921, fertigte aber ausschließlich die Chassis der Fahrzeuge. Für die Aufbauten nach Kundenwunsch waren handwerklich arbeitende Karosseriebauer zuständig.
Zeppelin und Maybach waren in den 1920er und 1930er Jahren untrennbare Begriffe mit hoher Werbewirksamkeit und folglich gab Maybach dem größten, schwersten, luxuriösesten und teuersten Automobil seiner Zeit den Namen Zeppelin. In dieser Zeit sorgte das Luftschiff LZ 127 Graf Zeppelin mit seinen zahlreichen Fahrten für Aufsehen. Besonders die Weltfahrt im Sommer 1929 machte die Leistungen der Maybach-Motoren des Graf Zeppelin weltbekannt.
1996 konnte der Freundeskreis zur Förderung des Zeppelin Museums den Oldtimer für die Dauerausstellung des neuen Zeppelin Museums von einem Sammler erwerben. Der Maybach Zeppelin ist das einzige erhaltene Exemplar dieses Typs, das sich noch im Originalzustand befindet.
Weltkarte im Hindenburg-Nachbau
Mit tatkräftiger Hilfe des Freundeskreises zur Förderung des Zeppelin Museums e.V. wurde 1996 das Zeppelin Museum im ehemaligen Hafenbahnhof Friedrichshafen eröffnet. Highlight ist der Teilnachbau des berühmten Luftschiffes LZ 129 Hindenburg in Originalgröße. Die begehbaren Passagierräume im Rumpf des Luftschiffs vermitteln ein Gefühl für eine Luftschiffreise über den Atlantik in den 1930er Jahren.
Den Passagieren der Hindenburg standen außerhalb ihrer Kabinen verschiedene Gesellschaftsräume zur Verfügung. Auf dem oberen A-Deck gab es einen Speisesaal, einen Aufenthaltsraum und ein Schreib- und Lesezimmer mit kleiner Bibliothek. Auf dem unteren B-Deck befanden sich eine Bar und ein Rauchsalon. Die moderne und zugleich zweckmäßige Innenausstattung im Stil des Bauhauses war sowohl dem anspruchsvollen Publikum als auch den technischen Anforderungen des Luftschiffes angepasst.
Die Wände des Luftschiffes waren mit Ballonseide bespannt und mit Wandmalereien in einer aufwendigen Spritztechnik des Grafikers und Malers Otto Arpke verziert. Im Gesellschaftsraum befand sich eine Weltkarte, die das Zeppelin-Luftschiff zusammen mit den großen Eroberern wie Columbus, Maghellan und Vasco da Gama zeigte.
Diese Wandbilder wurden für den Hindenburg-Nachbau im Zeppelin Museum rekonstruiert. Sie wurden von dem Schweizer Graphiker Christoph Schmutz aus Wil und dem Maler Alban Gyer aus Altshausen in Arpkes Spritztechnik ausgeführt. Der Freundeskreis Zeppelin finanzierte diese aufwändigen und mehrere Jahre dauernden Arbeiten.
Seilbahnkabine der Pfänderbahn Bregenz, 1930er Jahre
Hersteller: Luftschiffbau Zeppelin GmbH, Friedrichshafen
Diese Seilbahnkabine steht für Friedrichshafener Industriegeschichte jenseits der Zeppeline. Als nach dem Ersten Weltkrieg der Bau von Luftschiffen verboten war, begann die Luftschiffbau Zeppelin GmbH Leichtmetallprodukte für zivile Zwecke herzustellen, u.a. Seilbahnkabinen. Die Fachkenntnisse aus dem Luftschiffbau konnten so auf andere Produkte aus Aluminium übertragen werden. Ähnlich wie beim Luftschiff kam es bei der Seilbahn auf ein möglichst geringes Gewicht bei gleichzeitig hoher Stabilität an.
Die Leichtmetallgondel wurde 1994 bei einer umfassenden Erneuerung der Seilbahnanlage der Pfänderbahn außer Betrieb genommen und dem Freundeskreis zur Förderung des Zeppelin Museums als Schenkung übergeben. Die Gondel sollte im neuen Zeppelin Museum in einer Abteilung zur Friedrichshafener Industriegeschichte ausgestellt werden, was aus Platzgründen unterbleiben musste. Seither steht sie im Depot des Zeppelin Museums und wartet darauf, vielleicht in einem künftigen Erweiterungsbau gezeigt werden zu können.